Glockenanlage St. Johannes Baptist in Inning am Ammersee

Glockenanlage St. Johannes Baptist in Inning am Ammersee

Die katholische Kirche in Inning am Ammersee wurde in den Jahren 1765 bis 1783 auf den Grundmauern der spätgotischen Vorgängerkirche erbaut, wobei die Anlage des Chors und der Unterbau des Turms auf das 15. Jahrhundert zurückgehen. Das Kirchengeläut bestand aus 4 Gussstahlglocken, welche 1947 von der Firma „Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation“ gegossen wurden. Die Glocken hingen bis zum Austausch in einem zweifeldigen und zweigeschossigen Glockenstuhl aus Stahlprofilen, die durch Nieten und Schrauben verbunden sind.

Der Stahlglockenstuhl wurde von uns auf Risse und Korrosion geprüft und blieb erhalten. Zunächst wurden die 4 vorhandenen Stahlglocken durch eine extra erstellte Transportöffnung im Turmmauerwerk mit Hilfe eines Krans abtransportiert. Dann wurden die 5 neuen, gebrauchten Glocken in den Turm eingebracht. Diese wiegen zwischen 300 und 1000 kg, mit den Tönen b‘, as‘, g‘, f‘ und es‘ (die größte Glocke). Im nördlichen Feld sind die Glocke 1 und darüber die Glocke 5, im südlichen Feld die Glocke 4 oben, darunter Glocke 1. Die Glocke 4 hängt eine Etage tiefer.

Die alten Stahljoche, Klöppel, Magnetschlaghämmer und Läutemaschinen wurden durch neue Holzjoche, Rundballenklöppel, neue Magnetschlaghämmer und neue Läutemaschinen ersetzt.

Das gesamte Geläut wurde feinintoniert. https://www.youtube.com/channel/UCriUT8SK0qpVMTTFT1TstxQ

Die Sanierungsmaßnahme umfasste auch die Renovierung der Turmuhr und der Zeiger mit Zeigerwerken.