Firmengründung in Stadt am Hof
Georg Rauscher, 1886 in Regensburg geboren, begann 1899 eine Lehre als Förster. Als sein Lehrmeister
unerwartet verstarb, musste er sich nach einer neuen Lehrstelle umschauen. Zufällig gründete Eduard
Strobl 1900 eine Turmuhrenfabrik, bei der Georg Rauscher sein Handwerk erlernte. Nach einigen Gesellenjahren
in Regensburg und Berlin, machte er nach den Wirren des ersten Weltkrieges 1920 seinen Meister
in Feinmechanik und gründete im selben Jahr in Stadt am Hof (zu der Zeit gehörte Stadt am Hof
noch nicht zu Regensburg) die Georg Rauscher Turmuhrenfabrik.
Mechanische Turmuhren
Somit konnte Georg Rauscher endlich seine Ideen verwirklichen und entwarf Uhren von 30kg bis
zu 700kg Eigengewicht. Der Einbau solcher Ungetüme in den Turm nahm durchaus eine Woche
und mehr in Anspruch.
In Sachen Uhren war Georg Rauscher ein ausdauernder Tüftler. Unter anderem erfand er
1926 seine erste elektromechanische Turmuhr, die damals eine Sensation war. Seinen größten
Erfolg brachte Georg Rauscher 1950 zum Abschluß: Die zwei elektromechanischen Turmuhrwerke
für die beiden Türme der Münchner Theatinerkirche mit insgesamt sechs Zifferblättern und Zeigerpaaren.
Fast 60 Jahre später steht seine letzte Turmuhr immer noch im Dienste der Zeit.
Funkuhren aus Regensburg
Das alte Turmuhrwerk in der Theatinerkirche (St. Kajetan) wird inzwischen von einer Hauptuhr
gesteuert - funksynchron über den
amtlichen Zeitzeichensender der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in Braunschweig.
Dem Enkel des Gründers gelang 1978 mit einer funksynchronisierten Quarz-Hauptuhr,
die im Rathaus von Regensburg in Betrieb gesetzt wurde, der Sprung ins Zeitalter modernsten
Turmuhrenbaus. Inzwischen bauen wir unsere mikroprozessor gesteuerte Hauptuhr
DIGITIMER bereits
in der vierten Produktionsgeneration.